Keine KI-Abteilung, aber eine KI-Strategie
23.05.2025
Kurzfassung. Nicht jedes Unternehmen braucht sofort eine KI-Abteilung, aber alle brauchen eine KI-Strategie. Ich halte Schulungen und Kompetenzaufbau für den ersten Schritt, weil Widerstand entsteht, wo Menschen ein System nicht einschätzen können. Mit meinen Gesprächspartnern sehe ich: Gesetzliche Vorgaben dürfen nicht lähmen; man soll in kontrollierten Umgebungen testen und jetzt aktiv werden.
Die USA setzen auf einen zunehmend unregulierten Markt. China steuert seine KI-Industrie über den Staat. Europa hat den EU AI Act. Und damit eine Frage, die ich seit Monaten höre: Bremst Regulierung die Innovation, oder treibt sie sie an?
Darüber habe ich kürzlich mit zwei Gesprächspartnern diskutiert. Einer ist Ethikprofessor an der TU Hamburg, der andere CEO des ARIC1. Uns verbindet die Responsible AI Alliance, die 2024 in Hamburg gestartet ist und zu deren Gründungskreis ich gehöre.
Widerstand in der Belegschaft
Europa ist skeptischer als die USA. Das sehe ich im Unternehmensalltag. Bei drei Viertel der KI-Anwendungen gibt es Widerstände in der Belegschaft. Das beruht auf meinen eigenen Erfahrungen, nicht auf einer Erhebung. Eine Zahl mit sauberer Bezugsgröße kann ich dafür nicht liefern.
Viele Unternehmen zögern deshalb beim breiten Einsatz. Nicht aus Ablehnung, sondern aus Unsicherheit: Wie führt man KI verantwortungsvoll ein? Hier kann eine Allianz wie unsere Vertrauen schaffen. Das ist meine Hoffnung, kein Ergebnis.
Keine KI-Abteilung, aber eine Strategie
Nicht jedes Unternehmen braucht sofort eine KI-Abteilung. Alle brauchen eine KI-Strategie. Das ist mein Urteil, und ich halte es für die praktischere Antwort auf das Zögern.
Der erste Schritt ist unspektakulär: Schulungen und Kompetenzaufbau im eigenen Haus. Meine Erfahrung dazu: Widerstand entsteht dort, wo Menschen nicht einschätzen können, was ein System tut. Wer es einschätzen kann, kann auch verantwortlich damit umgehen. Für die Abteilung ist dann später noch Zeit.
Was meine beiden Gesprächspartner dagegensetzen
Der Ethikprofessor sieht im EU AI Act keinen Hemmschuh. Er fordere genau das, was Responsible AI ausmache: Sicherheit, Verantwortung, Governance. Unternehmen müssten ohnehin verantwortungsvoll mit KI umgehen, statt blind APIs einzubinden.
Der ARIC-CEO nennt ein Beispiel. Er war am Tag des Gesprächs in einem Workshop mit einem Mittelständler, der KI-Abbiegeassistenten baut. Sicherheitskritisch, mit hohen Anforderungen an Robustheit. Der Mittelständler sehe Regulierung als Gütesiegel und trage das Logo der Allianz mit Stolz. Das ist ein Einzelfall. Ob er typisch ist, weiß ich nicht.
Das Bild, das mir am meisten geblieben ist, kommt vom Ethikprofessor. Ein Zirkuszelt ist schnell aufgebaut und zieht Besucher an. Es hinterlässt aber plattgetretenes Gras. Ein nachhaltiges Gebäude dauert länger und bleibt. Europa brauche beides: schnelle Experimente und tragfähige Strukturen. Er warnt außerdem davor, Sicherheit zum einzigen Maßstab zu machen. Das würde den Diskurs einengen.
Unser gemeinsames Fazit: Unternehmen dürfen sich von gesetzlichen Vorgaben nicht lähmen lassen. Sie sollten jetzt aktiv werden. Der ARIC-CEO ergänzt, man solle in kontrollierten Umgebungen testen. Das passt zu meinem Punkt: erst Kompetenz aufbauen, dann ausrollen.
Mehr zur Alliance und zu meiner Rolle steht im Eintrag Responsible AI Alliance: Gründungskreis.
Das Gespräch im Original: Europas KI-Zukunft: Regulierung als Innovationschance (öffnet neues Fenster).
Wie dieser Text entstanden ist
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Modell Claude Sonnet 5.5 (Anthropic), Stand 2026-09
Arbeitsweise Entwurf durch das Modell,
Redaktionsdurchgänge: 2
Eigenanteil Aussagen, Haltung und die Einordnung im
Unternehmensalltag stammen aus dem
Gespräch zur Responsible AI Alliance (Mai 2025)
Geprüft Abgleich mit der Quelle · Stilabgleich
Quellen 4 belegt, davon 4 Primärquellen
Verantwortlich Michael Koch
Verfahren innopractics.de/schreiben-mit-ki
Fußnoten
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Artificial Intelligence Center Hamburg. ↩
Fassung 2 · Stand 09.10.2026
Verlauf
- Fassung 2 · Stand 09.10.2026
- Fassung 1 · Stand 08.10.2026
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