KI einführen, ohne auf Sicherheit zu warten: eine Bedingung
16.02.2026
Kurzfassung. Auf die Frage nach den Arbeitsplätzen habe ich keine Prognose, aber eine Bedingung: Wer KI nutzen will, plant Fehler ein und befähigt alle Mitarbeitenden, statt auf Sicherheit zu warten. Aus meiner Erfahrung überleben drei von vier Projekten die erste Phase nicht. Das ist in Ordnung.
Was wird aus den Arbeitsplätzen? Um diese Frage ging es am 16. Februar 2026 an der Evangelischen Akademie Frankfurt, beim Abend „KI und die Zukunft der Arbeitswelt“ mit hessian.AI1. Neben mir saßen Vertreter von Gewerkschaft, Arbeitsmarktforschung und Wirtschaftsinformatik. Ich habe meinen Vortrag mit etwas Kleinem begonnen: Ich habe allein eine defekte Klingelanlage mit Hilfe von KI repariert, mit einem Foto und einer Anleitung von der KI.
Die Geschichte ist klein. Aber sie zeigt, wie ich KI nutze: Ich probiere es aus und kontrolliere das Ergebnis.
Auf die Frage nach den Arbeitsplätzen habe ich keine Prognose
Meine Antwort auf diese Frage: Weiß ich nicht. Stellenabbau durch KI kann ich nicht bestätigen. Nach meiner Beobachtung unterstützt sie eher und gleicht den Fachkräftemangel aus. Wir sind erst am Anfang, und wie sich das verändert, lässt sich schwer sagen.
Eine Prognose habe ich also nicht. Eine Bedingung schon.
Meine Bedingung: Fehler einplanen, alle befähigen
Wer KI nutzen will, muss Fehler einplanen. Ein einzelner Fehler ist kein Grund aufzuhören. Ich muss damit arbeiten, dass Fehler auftreten, und trotzdem kontrollieren.
Und er muss alle befähigen. Die Systeme verhalten sich nicht immer gleich, und die Regeln für gute Anweisungen ändern sich schnell. Deshalb gehört der Umgang damit allen Mitarbeitenden beigebracht, in jedem Alter. Dazu kommt: Erfahrung zählt weiter, aber erfahrene Leute gehen irgendwann. Ihr Wissen muss weitergegeben werden.
Drei von vier scheitern, und das ist in Ordnung
Aus meiner Erfahrung überleben drei von vier Daten- und KI-Projekten die erste Phase nicht. Das ist keine Studie, sondern das, was ich erlebe. Und es ist in Ordnung: Weitergemacht wird nur, was funktioniert.
Ich verstehe, dass wir in Deutschland auf Ingenieurskunst und sorgfältige Risikoabwägung stolz sind. Ich möchte auch sicher sein, dass es funktioniert. Aber wer erst anfängt, wenn alles sicher ist, fängt nicht an. Auf eine Frage zu den Betriebsräten habe ich gesagt: Wo Innovation ist, ist auch Reibung. Das muss so sein. Und: Einfach die Augen zuzuhalten hilft uns nicht weiter.
Bei KI-Agenten bleibt eine Frage offen
Technisch gibt es KI-Agenten2, die sich selbst einrichten. Dürfen wir das? Nein. Sollten wir? Ich weiß es nicht. Haftung, Betriebsrat und der Aufwand für Freigaben sind offen.
Bis das geklärt ist, gilt für mich ein einfacher Satz: Die KI schlägt vor, aber der Mensch entscheidet.
Mehr zum Auftritt: Evangelische Akademie Frankfurt, 16. Februar 2026. Die Aufzeichnung des ganzen Abends: Video der Evangelischen Akademie (öffnet neues Fenster).
Wie dieser Text entstanden ist
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Modell Claude Sonnet 5.5 (Anthropic), Stand 2026-10
Arbeitsweise Substanz aus meiner eigenen Aufnahme des Abends,
Entwurf durch das Modell,
zwei Redaktionsdurchgänge
Eigenanteil Vortrag und Aussagen vom Abend, Kernaussage,
Korrektur der Zahl, Wahl von Einstieg und
Überschrift, Freigabe
Geprüft Stilabgleich · jede Aussage gegen die eigene Aufnahme
geprüft · laut gelesen
Quellen 3 belegt, davon 3 Primärquellen
Verantwortlich Michael Koch, 2026-10-01
Verfahren innopractics.de/schreiben-mit-ki
Fußnoten
Fassung 2 · Stand 09.10.2026
Verlauf
- Fassung 2 · Stand 09.10.2026
- Fassung 1 · Stand 08.10.2026
Anfragen zu Vorträgen, Workshops und methodischen Impulsen.